{"id":1368,"date":"2020-09-01T02:14:00","date_gmt":"2020-09-01T00:14:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.chrenhart.eu\/2021\/?p=1368"},"modified":"2022-01-14T02:09:57","modified_gmt":"2022-01-14T01:09:57","slug":"stb_interview","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.chrenhart.eu\/2021\/2020\/09\/01\/stb_interview\/","title":{"rendered":"Interview"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-group alignfull has-accent-background-color has-background\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\">\n<h6 class=\"wp-block-heading\"><strong>Portrait Christoph Renhart<\/strong><\/h6>\n\n\n\n<p>erschienen in den \u00bbMitteilungen\u00ab des Steirischen Tonk\u00fcnstlerbunds Nr. 41, Graz, September 2020<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><em>Gerhard Pr\u00e4sent [Pr\u00e4sident des Steirischen Tonk\u00fcnstlerbunds, Anm.]: Lieber Christoph, wie waren deine musikalischen Anf\u00e4nge? Sind deine Eltern Musiker?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Christoph Renhart: Ich komme eindeutig aus einer Muggel-Dynastie. Die ersten musikalischen Meilensteine waren demnach einer inoffiziellen Tradition folgend: Plastikblockfl\u00f6te, Holzblockfl\u00f6te und viel sp\u00e4ter ein guter Fl\u00fcgel, wobei ich anmerken will, dass ich mittlerweile spieltechnisch wieder fallweise gerne zum Plastik zur\u00fcckkomme, um beispielsweise mandolinartige Kl\u00e4nge mittels aus einer alten \u00d6BB-Vorteilscard zugeschnittenen Plektrums dem Innenraum des Klaviers zu entzaubern.<\/p>\n\n\n\n<p><em>GP: &#8230; und wann \u2013 und wie \u2013 hat sich dein Interesse herauskristallisiert, eigene Musik zu schreiben?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>ChR: Als Kind entwickelte ich eine gewisse Meisterschaft im Turmbau zu Babel f\u00fcrs Wohnzimmer. Das Baumaterial war dabei nebens\u00e4chlich, mir ging es allein um den n\u00e4chsten H\u00f6henrekord \u2013 etliche Messversuche brachten dabei das frisch errichtete Kunstwerk zum Einsturz \u2013 und zu meinem gro\u00dfen Gl\u00fcck hatte mir niemand nahegelegt, nach irgendeiner Anleitung zu bauen. Musik kann man meistens erst aufschreiben, wenn man bereits \u00fcber instrumentale Fertigkeiten verf\u00fcgt. Heute w\u00fcrde ich vielleicht am Raspberry Pi erste kompositorische Ideen zusammenschustern. Wie man dazu kommt ist letztlich egal und h\u00f6chstens Grundstein eigener Legendenbildung: Wesentlich ist bzw. war auch f\u00fcr mich die Freude am Umsetzungsprozess eigener Ideen und irgendwann zu lernen, wie man es zielgerichtet angeht, sodass man seine K\u00fcnste in einer Weise einsetzen kann, die andere Menschen in \u00e4hnlicher Weise bezaubert.<\/p>\n\n\n\n<p><em>GP: Wer waren deine fr\u00fchesten kompositorischen Vorbilder? (Nur in der Klassik, oder auch in anderen Bereichen?)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>ChR: Die Vorbilder sind anfangs oft mit dem Instrumentalunterricht verwoben. Zu den Vorz\u00fcgen des Klavierunterrichts bei Hildegard Fr\u00fchwirth am Grazer Konservatorium geh\u00f6rte, auch einiges \u00fcber die Komposition zu lernen. Besonders beeindruckt war ich damals von Bachs Fugen, da man recht schnell und anschaulich versteht, wie vertrackt und kunstvoll so ein Musikst\u00fcck zusammengeflickt ist, insbesondere, wenn es ein_e Lehrer_in versteht, an den richtigen Stellen darauf hinzuweisen. Zum anderen mochte ich Neue Musik insbesondere als Interpret seit immerschon. Musik etwa unseres verstorbenen Vereinsmitglieds Jen\u00f6 Takacs zu spielen bedeutete mir auch mit der Freiheit des H\u00f6hlenforschers in mir bis dahin unbekannte R\u00e4ume vorzudringen und einen ganzen Atlas wei\u00dfer Flecken im eigenen Kunstkosmos neu zu kartographieren. Welch ein Geschenk und im Vergleich zur Spe\u00e4ologie komplett ungef\u00e4hrlich! Ich war und bleibe ein neugieriger Mensch. Menschen, die nicht neugierig genug sind, sollen ohnehin nicht K\u00fcnstler_innen werden, da kommt nix raus.<\/p>\n\n\n\n<p><em>GP: Du hast dann ein Studium IGP-Klavier (Instrumental- und Gesangsp\u00e4dagogik) an der KUG in Graz begonnen. War da bereits die Absicht vorhanden, auch Komposition zu studieren?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>ChR: Komposition zu studieren w\u00e4re immer und insgeheim meine erste Wahl gewesen, allein, ich hatte keine Vorstellung, wie man sich der Sache professionell n\u00e4hert und hatte es daher f\u00fcr mich ausgeschlossen. Das Fach Komposition fand an den steirischen Musikschulen quasi nicht statt. Inzwischen hat sich da wenig, aber doch etwas getan \u2013 ein paar engagierte Menschen treiben sehr lobenswerte Initiativen voran \u2013 wirklich verankert ist das Fach Komposition in den Musikschulen noch l\u00e4ngst nicht. Schade eigentlich, denn niemand wird als armer Vasall geboren, der sich die Alten Meister als die Unerreichbarsten verkl\u00e4rt, indem er nicht mitbekommt, was um ihn herum soeben passiert und entsteht.<\/p>\n\n\n\n<p><em>GP: Wie bist du dann zu Richard D\u00fcnser als Kompositionsprofessor gekommen? Hat dich seine Musik angesprochen \u2013 oder gab es (auch) andere Gr\u00fcnde?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>ChR: Annam\u00e1ria Bodoky-Krause war in Sachen Musiktheorie \u00e4u\u00dferst bewandert. Ich erinnere mich mit einem gewissen Schmunzeln, wie sie in der Klavierklasse St\u00fccke am Klavier analysierte, indem Sie beispielsweise Messiaen, Debussy oder Prokofjews 3. Klaviersonate vom Blatt spielte und dazu kommentierte, was gerade passiert: welche Modulation stattfindet, welche Skalen im Raum stehen, welche Akkorde aufeinander folgen, kurzum, was kompositorisch abgeht. Dass wir ihr dabei erstens folgen und zweitens es im selben Sinne ihr nachtun k\u00f6nnen wurde erwartet (-; Prof. Bodoky-Krause sprach stets davon, ein St\u00fcck \u00bbnachzukomponieren\u00ab wenn man es interpretieren wollte. Das tiefgehende kompositorische Verst\u00e4ndnis ist demnach die unabdingbare Voraussetzung, um \u00fcberhaupt erst eine akademisch tragbare Interpretation zustande zu bringen. Solche Gedanken verfingen bei mir viel schneller als Czernys Kunst der Fingerfertigkeit, was einer exzellenten Lehrerin nat\u00fcrlich nicht entgehen konnte. Also lautete im ersten Studienjahr eine Aufgabe: \u00bbKomponiere ein St\u00fcck und spiel es mir vor\u00ab. Gespielt wurde hinreichend schlecht, sodass ich es lieber Richard D\u00fcnser vorspielen sollte. So einfach ist das. Ich erinnere mich noch, dass ich es mindestens genauso miserabel heruntergeklimpert hab und er es wider Erwartens \u00bbeinfallsreich\u00ab fand. Das war zugleich der Moment, als ich verstand, dass gro\u00dfe K\u00fcnstler_innen tats\u00e4chlich \u00fcber die erstaunliche F\u00e4higkeit verf\u00fcgen zu abstrahieren: Die klare Vision zu haben, was herauskommen k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Richards Musik hat mich mit der gr\u00f6\u00dften Selbstverst\u00e4ndlichkeit fasziniert. Sie tut es nach wie vor und zu ihren gro\u00dfen Verz\u00fcgen z\u00e4hlt die Tatsache, dass sie in einer Weise zeitlos gut ist, dass sich jegliche Versuche, sie in irgendwelche Moden einzuordnen einer gewissen \u00dcberfl\u00fcssigkeit bem\u00fc\u00dfigen. Die gr\u00f6\u00dften Komponist_innen haben vollbracht, dass sie ihre Ideen unverwechselbar in Kl\u00e4ngen manifestieren, sodass man auch nach k\u00fcrzester Zeit des Geh\u00f6rten dar\u00fcber nicht irren kann, wem sie entflossen sind. Dass sich St\u00fccke wie Richards \u00bbEntreacte\u00ab oder sein Doppelkonzert zur Untermauerung dieser These qualifizieren, halte ich f\u00fcr zweifelsfrei darlegbar.<\/p>\n\n\n\n<p><em>GP: Wie war der Unterricht bei Richard D\u00fcnser? Mehr technisch \u2013 oder mehr \u00e4stethetisch?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>ChR: In jeder Hinsicht motivierend. Im Prozess des Entstehens einer Komposition m\u00fcssen verschiedenste Aspekte kritisch und mit der gr\u00f6\u00dftm\u00f6glichen Offenheit und Offenherzigkeit er\u00f6rtert werden. Integraler Teil des Unterrichts war zudem auch die analytische und reflektierende Auseinandersetzung mit Werken von Staud \u00fcber Henze, Franke, Ligeti, Burt, Schnittke etc. bis hin zu Berg und Schubert und damit verbunden der Besuch von Konzerten mit St\u00fccken von zahlreichen Kolleg_innen. Dass meine Musik heute weder wie eine Stilkopie meines Lehrers klingt, noch sich auf verbohrte Weise allen Traditionen zu entschlagen sucht und zudem immer wieder internationale Anerkennung fand, spricht, wie ich meine, klar f\u00fcr die hohe Qualit\u00e4t des Kompositionsunterrichts bei Richard D\u00fcnser.<\/p>\n\n\n\n<p><em>GP: &#8230; und weitere Lehrer bzw. Einfl\u00fcsse?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>ChR: Direkt beeinflusst hat mein kompositorisches Schaffen die Arbeit mit Christiana Perai im IGP Masterstudium, insbesondere im Rahmen des Studiums der Musik George Crumbs und der Werke der zweiten Wiener Schule. Selbstverst\u00e4ndlich hat sich das mit dem Kompositionsstudium sinnvoll erg\u00e4nzt bzw. habe ich mein Klavierstudium von Anfang an so angelegt, dass diese Inhalte im Vordergrund stehen sollten. Hier bietet das IGP Studium in Graz den Studierenden eine recht erstaunliche Freiheit an \u2013 die man freilich auch annehmen kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie wir wissen ist Graz ein Mekka der Neuen Musik, ein quasi idealer Ort, um dieses Metier zu erforschen. Von gr\u00f6\u00dfter Bedeutung ist dabei die Vielfalt, die hier herrscht und die Selbstverst\u00e4ndlichkeit, mit der man an der KUG diese Vielfalt nicht nur zul\u00e4sst, sondern auch kultiviert. Dass einige der bedeutendsten Komponist_innen unserer Zeit hier wirk(t)en f\u00e4rbt nat\u00fcrlich ab und wertet unseren Standort immens auf. Wir sind weltweit vorne dabei und es liegt an meiner Generation, diesen Wissensvorsprung weiter auszubauen, weiterzuforschen und St\u00fccke vorzulegen, die sonst fast nirgendwo entstehen k\u00f6nnen. Daran arbeiten wir. Es w\u00e4re sch\u00f6n, unsere hiesigen Symphonieorchester als Partner zu gewinnen. Gl\u00fccklicherweise kann man inzwischen ja nach Wien fahren oder nach Klagenfurt, wenn man steirische Symphoniker h\u00f6ren will.<\/p>\n\n\n\n<p><em>GP: Deine derzeitigen Vorbilder als Komponist \u2013 und warum diese?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>ChR: Diese Antwort ist unfair all jenen gegen\u00fcber, an die ich augenblicklich gerade nicht denke, also: Colin Matthews f\u00fcr seine gro\u00dfartige, wenngleich nicht l\u00e4nger zeitgem\u00e4\u00dfe (da Pluto vor ein paar Jahren zum Zwergplaneten degradiert wurde) symphonische Vervollst\u00e4ndigung der Holst&#8217;schen Planeten unseres Sonnensystems. Claude Ledoux, den ich letztes Jahr in Belgien kennen gelernt habe f\u00fcr sein wunderbare buntes und virtuoses Klavierkonzert \u00bbA Butterfly&#8217;s Dream\u00ab, das ganz in der gro\u00dfen franz\u00f6sischen Tradition steht. Und Thomas Larcher, der v\u00f6llig zu Recht f\u00fcr Werke wie \u00bbKenotaph\u00ab den gro\u00dfen \u00f6sterreichischen Staatspreis bekommen hat. Bitte um Auff\u00fchrung der genannten St\u00fccke, liebe steirische Symphonieorchester.<\/p>\n\n\n\n<p><em>GP: Wie w\u00fcrdest du deine Musik \u2013 bzw. die Idealvorstellung davon \u2013 beschreiben? Was sollen deine Werke ausdr\u00fccken bzw. bewirken?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>ChR: Ich ringe mir jedes Mal nur unter den gr\u00f6\u00dften Anstrengungen ein paar Worte Einf\u00fchrungstext zu meinen St\u00fccken ab. Bitte lest es dort auf meiner Website nach. Noch besser: H\u00f6rt euch die St\u00fccke an. Meine Musik bewirkt nichts. Nichts als musikalische Erinnerungen \u2013 bestenfalls. Vielleicht machen solche Erinnerungen manche Menschen gl\u00fccklicher oder ver\u00e4rgert. Das kann die Musik selbst nicht beeinflussen. Vielmehr k\u00f6nnte ich es durch gut gew\u00e4hlte Worte oder weniger treffende Worte beeinflussen, wie ihr \u00fcber meine Musik denkt oder \u00fcber mich urteilt und in weiterer Folge meine Musik sympathisch oder unsympathisch findet. Ich glaube an eure Freiheit im Denken und werde mich daher h\u00fcten.<\/p>\n\n\n\n<p><em>GP: Hast du irgendwelche Vorlieben bei den Besetzungen, also z.B. f\u00fcr Klavier, Singstimme, Kammermusik, Orchester &#8230;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>ChR: Tats\u00e4chlich habe ich hier klare Vorlieben: Glocken, m\u00f6glichst gro\u00dfe Gongs, Stabspiele, Celesta und Klavier. Kurzum, alles was teuer ist und man fast nie kriegen kann (besonders sch\u00f6n klingen \u00fcbrigens Plattenglocken, da musste letztens das Brussels Philharmonic passen). Ich f\u00fchle mich pudelwohl mit gro\u00dfen Besetzungen, habe daf\u00fcr eine ganz eigene Vorstellung mir entwickelt und Erfahrung und Kenntnisse im Bereich Instrumentation gesammelt, die es mittlerweile erlauben, eine Orchestrierung kongruent zu meinen Klandideen zu verwirklichen. Es hat dahingehend \u00fcbrigens enorm geholfen ab und an eigene Werke zu dirigieren.<\/p>\n\n\n\n<p><em>GP: Du hast ja bereits etliche Preise f\u00fcr dein kompositorisches Werk erhalten. Viele Wettbewerbe verlangen ja neue, unaufgef\u00fchrte St\u00fccke. Findest du das sinnvoll \u2013 oder w\u00e4re es nicht besser, einfach die besten Kompositionen zu suchen?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>ChR: Hier denke ich sehr kaufm\u00e4nnisch: Wie viel gibt es zu gewinnen, wie gro\u00df ist der Aufwand und wie nachhaltig ist so ein Projekt. Ich unterst\u00fctze weder unmoralische Wettbewerbe durch meine k\u00fcnstlerische Arbeit noch jene Initiativen, die St\u00fccke f\u00fcr irgendwelche absurden Besetzungen suchen, welche dann wohl bis zum St. Nimmerleins-Tag in der Versenkung verschwinden. Die besten Werke zu suchen sollte selbstverst\u00e4ndlich sein, wir m\u00fcssen uns aber nicht der Illusion aussetzen, dass alle Veranstalter_innen und Dramaturg_innen das stets einsch\u00e4tzen k\u00f6nnen. Neue St\u00fccke zu programmieren wird als teuer und risikobehaftet vonseiten vieler Veranstalter_innen angesehen, deshalb will man es gew\u00f6hnlich mit m\u00f6glichst viel Pomp vermarkten. Das ist schade, es k\u00f6nnte anders sein: In jedem Konzert ein weniger bekanntes Werk neu entdecken zu k\u00f6nnen w\u00fcrde mich als Vertreter des jungen, neugierigen und interessierten Publikums viel \u00f6fter ins Symphoniekonzert locken. Es m\u00fcssten freilich gute St\u00fccke sein, die es aber en masse gibt! Dazu braucht es 1) eine klare, nach au\u00dfen getragene Vision seitens der Konzerth\u00e4user 2) sehr gute und st\u00e4ndig wachsende Repertoirekenntnisse 3) Programmverantwortliche, die hie und da auch einmal in kleineren Konzerten mit Neuer Musik auftauchen um sich Punkt 2) zu widmen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>GP: Schreibst du manchmal auch extra ein Werk f\u00fcr so eine Gelegenheit \u2013 oder reichst du ein St\u00fcck einfach daf\u00fcr ein, wenn es von der Besetzung oder den Vorgaben her passt?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>ChR: Ich handle, wie beschrieben, dahingehend opportunistisch. Dieser Weg war bislang zumindest in mancherlei Hinsicht erfolgreich und verbunden mit exzellenten und vereinzelt auch schlechteren Auff\u00fchrungen. F\u00fcr einen meiner sch\u00f6nsten und prestigetr\u00e4chtigsten Erfolge letzes Jahr beim 66. International Rostrum of Composers musste ich nichts tun, da \u00d61 ohne mein Zutun mein Werk zu diesem Radiowettbewerb einreichte.<\/p>\n\n\n\n<p><em>GP: Wie siehst du die Szene zeitgen\u00f6ssischer Musik heutzutage? Obwohl es einige Fortschritte in der Akzeptanz neuer Werke gibt, f\u00fchrt sie doch noch stets ein Randdasein &#8230; man muss sich ja nur die Nische \u201eZeitton\u201c im ORF\/\u00d61 um 23.03 h \u2013 nicht unbedingt zur popul\u00e4rsten Sendezeit \u2013 anschauen, neben der nur ausnahmsweise etwas passiert. Auch in den meisten Konzert- und Veranstaltungsreihen sind Werke lebender KomponistInnen die Ausnahme, Mozart, Beethoven, Brahms die Regel &#8230; und ein Ligeti bereits eine Seltenheit.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>ChR: Die zeitgen\u00f6ssische Musik f\u00fchrt ein Randdasein, weil sie im symphonischen Betrieb quasi nicht vorkommt. Das irritiert. Gleichzeitig ist das Abspulen aller Beethoven-Symphonien rechtzeitig zum Beethoven-Jahr so selbstverst\u00e4ndlich wie das Abspulen aller Beethoven-Symphonien in jedem anderen Jahr, das kein ganzzahliges Vielfaches von 1770 oder 1827 ist. Das irritiert. Um Richard D\u00fcnser aus einem im \u00bbStandard\u00ab abgedruckten Interview nachzureden: Warum eigentlich kein Ligeti-Jahr heuer? Das irritiert. Die beste Klavierliteratur, die gro\u00dfteils nach 1950 entstand (man bedenke nur, dass die Anzahl publizierter Werke eher exponentiell als linear w\u00e4chst \u2013 und warum sollte die Kunst dabei grunds\u00e4tzlich schlechter werden, es ist doch wie in anderen Disziplinen eher umgekehrt) steht nur ausnahmsweise auf den Programmzetteln von Studierenden-Klassenabenden. Das irritiert. Ensembles k\u00f6nnten sich durch geschickte vertragliche Aushandlungen mit Komponist_innen ein Repertoire an St\u00fccken und Bearbeitungen zusammenstellen, das nur sie allein spielen d\u00fcrfen und sich somit einen eklatanten Marktvorteil durch eine Monopolstellung sichern. Solche \u00dcberlegungen finden \u2013 bei jungen Leuten! \u2013 oft gar nicht statt. Das irritiert. Gleichzeitig \u00fcben viele Konzertfach-Absolvent_innen ihren Traumberuf nicht aus, weil sie nie gelernt haben, ein ad\u00e4quates Gesch\u00e4ftsmodell f\u00fcr ihre selbst\u00e4ndige T\u00e4tigkeit, die ihren individuellen St\u00e4rken angemessen ist, zu entwickeln und eventuell \u00fcber den Tellerrand von Beethoven und Chopin und der sogenannten tonalen Musik im Allgemeinen hinaus zu blicken. Das irritiert. Man bemerke: Ich betrachte Neue Musik hier \u00fcberall als m\u00f6glichen Teil einer L\u00f6sung.<\/p>\n\n\n\n<p>Den ORF und ganz besonders \u00d61 sehe ich auf der Seite der Komponist_innen. Trotz Sparzwangs ist das Bekenntnis zur Neuen Musik beim Sender ein beachtliches und im internationalen Vergleich ist das Programm dahingehend sogar herausragend. Verbesserungsw\u00fcrdig finde ich hingegen die Kuratierung der RSO-Konzerte und die Vermarktung der Rundfunkproduktionen im Internet \u2013 letzteres wird allerdings noch durch ein nicht mehr zeitgem\u00e4\u00dfes ORF-Gesetz ma\u00dfgeblich erschwert.<\/p>\n\n\n\n<p><em>GP: Sollte es nicht m\u00f6glich sein, in den meisten \u2013 auch traditionellen \u2013 Programmen mit gutem Willen wenigstens ein zeitgen\u00f6ssisches Werk zu spielen &#8230; mit minimal 20% der Konzertdauer?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>ChR: Das ist eine Frage des politischen Willens im Sinne eines positiv zu wertenden, da unseren Standort als Kuturnation ma\u00dfgeblich definierenden Patriotismus&#8217;: Eine Forderung, jene Konzerte, bei denen die Spielzeit von Werken tantiemenbezugsberechtigter AKM-Mitglider weniger als ein F\u00fcnftel der Gesamtspielzeit betr\u00e4gt nicht durch \u00f6ffentliche Mittel zu subventionieren, kann ich nur unterst\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>GP: Als die Corona-Krise begann, mit heftigen Auswirkungen auf uns alle, habe ich mir gedacht: \u201eWenn der ORF jetzt seinen Anteil an Musik lebender K\u00fcnstler deutlich erh\u00f6hen w\u00fcrde \u2013 nicht nur auf zeitgen\u00f6ssischem Gebiet, sondern auch in der U-Musik, z.B. auf \u00d63 \u2013 dann w\u00e4re das eine wirkliche Hilfe. Ist aber nicht passiert.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>ChR: Wir d\u00fcrfen die Initiativen, die es gab nicht \u00fcbersehen: \u00d61 brachte eine ganze Reihe an Zeit-Ton Sendungen zur Unterst\u00fctzung \u00f6sterreichischer Urheber_innen; zum Bereich der Popularmusik kann ich mich nicht \u00e4u\u00dfern. Ich nehme an, dass eine so breite Unterst\u00fctzung vonseiten der Radio- und Fernsehprogramme, dass alle Bezugsberechtigen zum Zug k\u00e4men, rechnerisch nicht m\u00f6glich w\u00e4re bzw. in Anbetracht der Vielzahl an Musikschaffenden auch die Sendezeit nie und nimmer reichte. Institutionen wie AKM oder die SKE haben sehr engagiert, schnell und im Vergleich zu anderen Stellen unb\u00fcrokratisch reagiert und Antr\u00e4ge abgewickelt \u2013 wie ich aus erster Hand wei\u00df: Unter immensem pers\u00f6nlichen Einsatz.<\/p>\n\n\n\n<p><em>GP: Wir sind jetzt beim aktuellen Thema &#8230; Was ist dir pers\u00f6nlich durch die Krise alles entgangen, abgesagt, verschoben worden?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>ChR: Eine Auff\u00fchrung beim Festival Flagey New Music Days im gro\u00dfen Rahmen in Br\u00fcssel, geplant f\u00fcr April, wurde ersatzlos gestrichen. Geplant ist hingegen, eine f\u00fcr Graz und Wien anberaumte Auff\u00fchrung eines Liedwerks durch das Grazer Ensemble Zeitfluss n\u00e4chstes Jahr nachzuholen. Viel schwerer wiegt der Umstand, dass das Sozialleben, das Networking und der Optimismus vom Radar verschwunden sind. An das erfolgreiche Jahr 2019 anzukn\u00fcpfen wird auch im kommenden Jahr nicht m\u00f6glich sein.<\/p>\n\n\n\n<p><em>GP: Oder hat es auch positive Auswirkungen gegeben? Der Unterricht an der Unversit\u00e4t mit home-office und online-Unterricht hat ja wesentlich mehr Zeit in Anspruch genommen, keinesfalls weniger (so zumindest mein Eindruck). Also eine Kreativschub habe zumindest ich dadurch nicht versp\u00fcrt.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>ChR: Dieses extrem gef\u00e4hrliche Virus hat zahllose Menschenleben gefordert. Darin kann ich absolut nichts Positives erkennen. Dem Unterricht im letzten Quartal hingegen durchaus, wenngleich mir der pers\u00f6nliche Kontakt zu den Studierenden wirklich fehlt, der konstruktive Diskurs und f\u00fcr mich selbstverst\u00e4ndlich auch der Besuch von Konzerten der Studierenden. Nichtsdestotrotz haben wir im letzten Jahr viel gelernt und uns in aller Redlichkeit darum bem\u00fcht, die Studierenden bestm\u00f6glich zu betreuen. Es hat viel Zeit und Energie in Anspruch genommen, aber wir d\u00fcrfen nicht vergessen, dass sich das Lehrangebot auch wesentlich weiterentwickelt hat und wir in den kommenden Jahren sowohl methodisch als auch im Hinblick auf elektronische Unterrichtsmaterialien etc. mehr und manches vielleicht sogar in besserer Qualit\u00e4t anbieten k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>GP: Gehen wir einmal davon aus, dass sich das Musik- und Konzertleben ab Herbst zumindest einigerma\u00dfen wieder auf die (wenn auch wahrscheinlich neue) Normalit\u00e4t einpendelt: was gibt es f\u00fcr Projekte in n\u00e4herer und weiterer Zukunft?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>ChR: Gehen wir lieber nicht davon aus. Dahingehend ist mein n\u00e4chstes Gro\u00dfprojekt ordentlich php zu lernen und mich mit einigen JavaScript Libraries vertraut zu machen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>GP: Du bist auch als Dirigent bei eigenen Werken aktiv. Hast du da auch ein Studium absolviert, oder war der wichtigste Einfluss daf\u00fcr der Kurs in Grafenegg bei Matthias Pintscher und Brad Lubman? Was bedeutet Dir dirigieren?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>ChR: Dirigieren ist eine M\u00f6glichkeit, das eigene Werk genau so umzusetzen, wie man es haben will. Dieser Aspekt ist auch f\u00fcr die Musiker_innen meistens h\u00f6chst interessant, auch weil man als Interpret_in gerne das Gef\u00fchl hat, ein Werk genau im Sinne des_der Komponist_in zu spielen. In Grafenegg ist das Tonk\u00fcnstler-Orchester jedes Jahr mit gro\u00dfer Freude und gro\u00dfem Einsatz bei der Sache: Ich hatte den klaren Eindruck gewonnen, dass ein Projekt wie \u00bbInk still wet\u00ab bei den Orchestermusiker_innen abwechslungsreich, beliebt und f\u00fcr sie spannend ist. Man arbeitet dort mit den besten: Mit den besten Dirigent_Innen f\u00fcr Neue Musik \u2013 die selbst zugleich auch renommierte Komponist_innen sind, mit einem wirklich exzellenten Symphonieorchester, das auch in der Lage ist, spieltechnische Herausforderungen routiniert und sauber umzusetzen, und mit hochinteressanten Teilnehmer_innen des Workshops aus aller Welt, deren St\u00fccke die Kursleiter_innen ausgew\u00e4hlt haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Dirigieren bedeutet die 1:1-Erfahrung, wie eine kompositorische Idee im gro\u00dfen Ensemble aufgeht. Dazu braucht man die entsprechenden handwerklichen Fertigkeiten, viel wichtiger aber ist: eine akkurate Vorstellung des St\u00fccks. Hier haben wir Komponist_innen bei unseren eigenen Werken nat\u00fcrlich einen immensen Startvorteil. Hinzu kommt, dass man probentechnisch sich enorm viel abschauen kann, wenn zB. Clement Power mit dem Klangforum das eigene St\u00fcck einstudiert oder Peter Keuschnig mit dem Ensemble Kontrapunkte.<\/p>\n\n\n\n<p><em>GP: &#8230; und deine T\u00e4tigkeit als Pianist? Da spielst du ja nicht nur eigene Werke, sondern \u2013 daran erinnere ich mich gut \u2013 zB. auch einen Liederabend \u201eSchubert lange Schatten\u201c in Weiz &#8230; Gibt es da weitere Vorhaben?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>ChR: Nichts Konkretes. Soeben ist die Einspielung meines Klavierzyklus&#8217; \u00bbXXI Orakel der Nacht\u00ab beim Label VMS auf CD erschienen. Aber ich bin Komponist, diese T\u00e4tigkeit l\u00e4sst kaum Platz f\u00fcr andere gro\u00dfe k\u00fcnstlerische Vorhaben, zumal mein Anspruch an die eigene Kunst stets der h\u00f6chste ist. Ich spiele aber nach wie vor gerne und kehre immer wieder auf die B\u00fchne zur\u00fcck, da mir die direkte k\u00fcnstlerische Kommunikation mit dem Publikum gro\u00dfen Spa\u00df macht und ich auch das Gef\u00fchl habe, dass es umgekehrt f\u00fcr die meisten Zuh\u00f6rer_innen ein willkommenes Erlebnis ist und auch etwas Besonderes darstellt, wenn jemand seine eigene Musik authentisch und mit sp\u00fcrbarem Enthusiasmus darbietet. Zudem soll man niemals die Neugierde und die Abenteuerlust der Menschen untersch\u00e4tzen. Als Komponist_innen wissen wir freilich, wie man sie stillen kann und zaubern immer wieder neue St\u00fccke aus dem Hut.<\/p>\n\n\n\n<p><em>GP: Du bist, wenn man deine Werkliste betrachtet, ein flei\u00dfiger Komponist. Wie ist deine Arbeitsweise? Komponierst du eher auf Auftrag oder f\u00fcr bestimmte Gelegenheiten \u2013 oder einfach, wenn du gewisse Ideen hast?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Ein einziges St\u00fcck entstand bislang im Rahmen eines Kompositionsauftrags. Ein Auftragswerk zeichnet sich n\u00e4mlich dadurch aus, dass ein Auftraggeber daf\u00fcr bezahlt, dass dieses Werk entsteht. Einige Werke entstanden im Rahmen einer \u00f6ffentlichen F\u00f6rderung (Staatsstipendium, Arbeitsstipendium, SKE-F\u00f6rderung). Ideen zu neuen Werken habe ich immer, aber ich wiege genau ab: Wird es aufgef\u00fchrt? Ist es wieder- oder weiterverwertbar (beispielsweise orchestrierbar)? K\u00f6nnte ich selbst eine Auff\u00fchrung organisieren bzw. das St\u00fcck spielen? W\u00fcrde es aufgenommen bzw. auf Tontr\u00e4ger eingespielt? Wer w\u00fcrde es spielen? Wo w\u00fcrde es uraufgef\u00fchrt werden? W\u00fcrde es eventuell gesendet?<\/p>\n\n\n\n<p><em>GP: Bist du ein langsamer oder schneller Arbeiter? Passieren hinterher, also nach Abschluss eines Werkes, noch viele Korrekturen \u2013 oder ist ein St\u00fcck quasi fertig, wenn du beim Doppelstrich angelangt bist?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>ChR: Ein St\u00fcck ist nie ganz fertig, allein, weil sich die eigene Vorstellung ver\u00e4ndert. \u00c4lter wird man auch. Einige St\u00fccke \u00fcberarbeite ich zu g\u00e4nzlich neuen St\u00fccken mit neuer Besetzung, neuen Formteilen etc.. Boulez ist manchmal \u00e4hnlich verfahren, aber weder will ich es verallgemeinern, noch mir hier irgendein Vorbild suchen: Angestrebt muss immer die h\u00f6chste Qualit\u00e4t werden; weder das Verwursten, noch \u00fcbereifriges Hudeln, noch sonstwelche k\u00fcnstlerischen Abstriche sind zielf\u00fchrend. Wenn ein St\u00fcck nichts taugt, wird es verworfen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>GP: Du scheinst auch einige Anregungen aus der Literatur zu bekommen \u2013 oder irre ich mich?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>ChR: Wie man eingangs dem Interview entnehmen kann, muss mein literarischer Geschmack prinzipiell in Zweifel gezogen werden. Als anregend empfinde ich zur Zeit das Buch: \u00bbDer letzte Mann, der alles wusste\u00ab von John Glassie und ein damit verbundenes Werk Umberto Ecos, n\u00e4mlich \u00bbDie Insel des vorigen Tages\u00ab. Ob das musikalisch noch zu etwas f\u00fchren wird, steht in den Sternen, aber beide B\u00fccher sind mir \u00e4u\u00dferst anregend.<\/p>\n\n\n\n<p><em>GP: Bei welchem Musikst\u00fcck (oder bei mehreren) denkst du dir: \u201eSo etwas m\u00f6chte ich auch komponieren k\u00f6nnen!\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>ChR: Ich nehme f\u00fcr mich in Anspruch professionell zu arbeiten. Das bedeutet insbesondere, dass ich das, was ich komponieren m\u00f6chte zu Papier bringen kann.<\/p>\n\n\n\n<p><em>GP: Bedienst du dich bei der Verbreitung\/Bewerbung deiner Musik auch der neuen Medien (wie facebook, youtube, instagram etc.) \u2013 und wie siehst du die M\u00f6glichkeiten? Positiv, negativ? Musik scheint ja immer selbstverst\u00e4ndlicher \u201egratis\u201c und immer verf\u00fcgbar zu werden &#8230; nur die Urheber haben meist nichts davon.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>ChR: Facebook macht mir manchmal Spa\u00df und zugleich hadere ich mit einigen Aspekten dieser Plattform. Nun, wer nicht. Mit dem Widerspruch aus Likeblase und Hassoase m\u00fcssen wir wohl umgehen. Leider ist die Musikwelt und dazu z\u00e4hlt auch die kleine Welt der Neuen Musik (selbsternannte Avantgarde eingeschlossen) eine durch und durch konservative, die es nicht verstand, bis heute, die neuen Medien zur Vermarktung ihrer Interessen kosteneffizient zu n\u00fctzen. Dies hat vielf\u00e4ltige Ursachen, auf die ich hier nicht n\u00e4her eingehen kann. Fakt ist, die Softwareunternehmen haben es beispielsweise geschafft, ihre Produkte trotz open source Kultur h\u00f6chst profitabel zu vertreiben, etwa durch Abo-Modelle. Ich glaube, wir k\u00f6nnen es noch besser machen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>GP: Herzlichen Dank! Wir freuen uns auf deinen Auftritt beim \u201eSelfies\u201c-Konzert am 18. Oktober.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Link: <a href=\"http:\/\/www.steirischertonkuenstlerbund.at\/publikationen_Mitteilungen.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Publikationen des Steirischen Tonk\u00fcnstlerbunds<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>A rather long interview in German for the magazine of a Styrian composers&#8217; association.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"pgc_sgb_lightbox_settings":"","footnotes":""},"categories":[1,159],"tags":[146,176,177],"class_list":["post-1368","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-misc","category-news","tag-146","tag-interview","tag-stb"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.chrenhart.eu\/2021\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1368","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.chrenhart.eu\/2021\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.chrenhart.eu\/2021\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.chrenhart.eu\/2021\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.chrenhart.eu\/2021\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1368"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.chrenhart.eu\/2021\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1368\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1742,"href":"https:\/\/www.chrenhart.eu\/2021\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1368\/revisions\/1742"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.chrenhart.eu\/2021\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1368"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.chrenhart.eu\/2021\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1368"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.chrenhart.eu\/2021\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1368"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}