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Miscellaneous News

«A Gnomic Inventory» im Wiener Musikverein

Uraufführung von «A Gnomic Inventory» im Wiener Musikverein

December 26, 2019

Am 16. Dezember brachte der Wiener Concert Verein unter der Leitung von Claus Peter Flor «A Gnomic Inventory» zur Uraufführung. Die Uraufführung des 13-minütigen Werks für Kammerorchester im ausverkauften Brahms-Saal fand große Zustimmung.

Zum Stück: In sechs aneinander gereihten musikalischen Bildern umspinnt mein gnomisches Inventar verschiedene Themenbereiche, die sich als fragiler Faden durch alle Ebenen der Komposition ziehen. Hören wir uns durch die mondumdunkelte Nacht, durch die Girlanden flackernden Kerzenscheins, durchs Geflirr der Pulsare am Nachthimmel und harren wir der dreizehn Gongschläge, die zum martialischen Verderben laden, um am Ende alle triumpfgebeulten Versprechungen auszuschlagen—so als ob beim Holst-Zitat die Miene des Bleistifts bricht, ohne dass es noch zu Ende geschrieben vom Papier schimmert.

Das Werk entstand im Sommer 2019 mit freundlicher Unterstützung durch die SKE.

Wiener Concert-Verein

Musikverein

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Orchestra published by UE Work

A Gnomic Inventory

A Gnomic Inventory
for chamber orchestra (2019)

In sechs aneinander gereihten musikalischen Bildern umspinnt mein gnomisches Inventar verschiedene Themenbereiche, die sich als fragiler Faden durch alle Ebenen der Komposition ziehen. Hören wir uns durch die mondumdunkelte Nacht, durch die Girlanden flackernden Kerzenscheins, durchs Geflirr der Pulsare am Nachthimmel und harren wir der dreizehn Gongschläge, die zum martialischen Verderben laden, um am Ende alle triumpfgebeulten Versprechungen auszuschlagen—so als ob beim Holst-Zitat die Miene des Bleistifts bricht, ohne dass es noch zu Ende geschrieben vom Papier schimmert.

Das Werk entstand im Sommer 2019 mit freundlicher Unterstützung durch die SKE.

INSTRUMENTATION:
1fl-1ob-1cl-1bcl-1bsn–1hn–2perc-cel–5-4-3-2-1

PERCUSSION INSTRUMENTS:
timpani, large tam tam, claves, guïro, wood blocks, tubular bells, glockenspiel, large gong tuned A, xylophone, vibraphone

DURATION:
13 minutes

PUBLISHED BY:
Universal Edition

PREMIERE: 
December 16, 2019 • Vienna, Musikverein • Wiener Concert-Verein • Claus Peter Flor, conductor

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Ensemble Solo Concert Work

la Naïade

la Naïade
for violin and ensemble (2014)

Mit dem Floß der Zeit umquerten wir den zur See erstarrten Fluss aus Erinnerungen, einem steten Finden gleich entlang des Quellenpfads. Aus dem Röhricht des Ufers ragten längst versiegte Figuren auf, denen im Verklingen wir wortlos durch die Kulissen vergilbter Felder nachhörten. Wir konnten ihre schattengleich bewegten Konturen im Dunst der nachtumschlungenen Dämmerung nur vermeinen. Aus iberischen Fernen zog ein wolkenklarer Himmel sternenfunkelnd auf. Dreizehn tiefe Glocken sprengten aller Geister Ketten, die in feurigen Schluchten einen Reigen tanzender Nymphen umkreisten.

Im letzten Blick breitete sich Graz schlafend unter dem Schloßberg aus. Fledermäuse umschwirrten den Uhrturm. Wir lauschten dem steten Fließen der Stadt und vernahmen die verhallenden Schritte, die von unten auf dem Platz her drangen. – ChR, C’18

Das Violinkonzert »la Naïade« entwuchs meinem Werk »tarir une Naïade« für Violine und Klavier, welches ich 2012–2013 für Karin und Doris Adam komponierte, die es im Jahr darauf in Kottingbrunn zur Uraufführung brachten.

INSTRUMENTATION:
1-1-1(bcl)-asx-1–0-0-0-0–3perc-hrp-pno(cel)–str(min:1-1-1-1-1)

PERCUSSION INSTRUMENTS:
bass drum, large suspended cymbal, large tam tam, guïro, maracas, castanets, tambourine, wood blocks, crotales, tubular bells, gongs, vibraphone

DURATION:
16 minutes

PERFORMANCE MATERIAL:
info@chrenhart.eu

PREMIERE:
April 16, 2018 • Vienna, Musikverein • Ensemble Kontrapunkte • Peter Keuschnig, conductor • Karin Adam, violin

PERFORMANCE:
May 29, 2018 • Radio Ö1, Zeit-Ton • Ensemble Kontrapunkte • Peter Keuschnig, conductor • Karin Adam, violin

RECORDING:
ORF • info@chrenhart.eu

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Ensemble Work

la terra sommersa

la terra sommersa | Ensemble Kontrapunkte | Peter Keuschnit (conductor)

la terra sommersa
for ensemble (2014)

la terra sommersa entstand 2014 aus dem Duo la terra sommersa … un campanile für Violoncello und Klavier, welches im Februar 2013 im Wiener Musikverein durch Alexander Gebert und Anna Magdalena Kokits uraufgeführt wurde. Im Zuge der Orchestrierung erfuhr das dreisätzige Werk eine neue kompositorische Ausleuchtung, die insbesondere auch durch die interpretatorischen Ideen aus den Aufführungen der Kammermusikfassung inspiriert wurde.

Ich habe versucht, beim Instrumentieren sowohl die unterschiedlichen poetischen Stimmungen der Komposition stärker zu konturieren, als auch den dramaturgischen Wandel des Stückes als orchestrales Relief zu modellieren. Die farblich minutiös ausgelotete kammermusikalisch-lyrische Intimität kontrastiert die versammelte Klangfülle des Kollektivs aus 15 solistisch agierenden EnsemblemusikerInnen.

Im Versunkenen türmen sich Klänge, die obskur und unheim-lich – bisweilen bedrohlich – empor an die Oberfläche drän-gen, um ihren inneren Zauber impressionistischer Farbgewal-ten regnen zu lassen. Aus dem Dunkel magischer Nachtklänge ergießt sich ein Ozean aus smaragdgrünem Wasser, dessen Querung äolische Winde begleiten. Von weit her dringen die seidenen Töne der Harfen, von Aiolos Atem geschlagen. Unten im Sumpf der ertrunkenen Erde trägt starr einer Glocke letztes Geläut‘ ein verfallener Kampanile.

INSTRUMENTATION:
1(picc)-1-1(bcl)-asx(bsx)-1–0-0-0-0–3perc-hrp-pno-cel–1-1-1-1-1

PERCUSSION INSTRUMENTS:
large tam tam, bass drum, large suspended cymbal, tubular bells, large gong tuned Eb, guïro, wood blocks, crotales, vibraphone

DURATION:
10 minutes

PERFORMANCE MATERIAL:
contact info@chrenhart.eu

PREMIERE:
November 30, 2015 • Vienna, Musikverein • Ensemble Kontrapunkte • Peter Keuschnig, conductor •

PERFORMANCE:
January 25, 2016 • Radio Ö1, Zeit-Ton • Ensemble Kontrapunkte • Peter Keuschnig, conductor

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Chamber Music Work

la terra sommersa … un campanile

la terra sommersa … un campanile
for violoncello and piano (2012)

Aus einem ungeformten Stück Ton wird ein Cluster aus klanglich immer differenzierter gestalteten Figuren modelliert. Auf einen nachdenklichen Mittelteil folgt ein schattenhaft gespenstisches Presto e misterioso, das friedvoll und abgeklärt seinen Ausklang findet.

Fraktale Figuren skizzieren die Grundidee des zweiten Satzes. Wie die Verästelungen eines Baumes wächst die Linie des Cellos in luftige Höhen, wo sie dem Wind in Gestalt einer Äolsharfe begegnet, ehe sie zurück zu ihren Wurzeln kehrt, die von wuchtigen Figuren im Klavier neu geerdet werden.

Den virtuosen dritten Satz zeichnet ein stufenartig angelegtes Aufwärtsstreben beider Instrumente von den tiefsten Registern zu ihren höchsten klanglichen Sphären. Zugleich findet eine stete Verkürzung der terrassenförmig angelegten Abschnitte statt. An ihrer Klimax bricht die Entwicklung in sich zusammen und kippt den Satz in ein sich langsam entfernendes Molto tranquillo, in dessen obskuren Tiefen eine Es-Glocke ausschwingt.

Im Versunkenen türmen sich Klänge, die obskur und unheimlich – bisweilen bedrohlich – empor an die Oberfläche drängen, um ihren inneren Zauber impressionistischer Farbgewalten regnen zu lassen. Aus dem Dunkel magischer Nachtklänge ergießt sich ein Ozean aus sm aragdgrünem Wasser, dessen Querung äolische Winde begleiten. Von weit her dringen die seidenen Töne der Harfen, von Aiolos Atem geschlagen. Unten im Sumpf der ertrunkenen Erde trägt starr einer Glocke letztes Geläut‘ ein verfallener Kampanile.

Das 2011 bis 2012 entstandene Werk ist Anna Magdalena Kokits und Alexander Gebert gewidmet.

INSTRUMENTATION:
violoncello, piano

DURATION:
11 minutes

PERFORMANCE MATERIAL:
info@chrenhart.eu

PREMIERE:
February 27, 2013 • Vienna, Musikverein • Alexander Gebert, violoncello • Anna Magdalena Kokits, piano

PERFORMANCES:

  • November 5, 2013 • Wels, Musikschule • Alexander Gebert, violoncello • Anna Magdalena Kokits, piano
  • Oktober 10, 2018 • Vienna, reaktor • Maria Frodl, violoncello • Kaori Nishii, piano

RECORDING:
info@chrenhart.eu