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Ensemble Vocal Work

Marley’s Ghost

Marley’s Ghost
for baritone and ensemble (2020)

»Marley was dead: to begin with.« So beginnt Charles Dickens eine seiner bekanntesten Erzählungen, die wörtlich betrachtet eigentlich ›ein Weihnachtslied‹ bedeutet. Tot, oder sagen wir besser: abgedroschen, abgeschrieben und vom vielen Verfilmen völlig ausgeleiert, ist heute im Grunde alles, was auch immer dieses bis hin zu einer fernsehvertauglichten Bill Murray-Auskitschung plattgewalzerte Adventmärchen auch nur anzustreifen drohte. Warum also hier beginnen?

Weihnachten kommt alle Jahre wieder, komme was wolle. So tot der alte Marley auch scheint — nämlich »dead as a door-nail« — so lebendig spukt er immer noch als allgegenwärtiger Geist herum. Die Welt war immer schon die Mühsamste und ausgerechnet zu Weihnachten erwartet man selbst von den grantelndsten Menschen einen Mindesthang zu überschwänglichem Glücksgetue. Dazu werden schwere Geschütze aufgefahren: Glockengebrüll, funkelndes, kerzenlichtumflattertes Strohgestirn und ein gar himmlischer Nebel aus Pathos und Lakritze. Alles Humbug! In meiner Musik hört man all die Zutaten des Humbugs so miteinander vermengt, dass sich daraus eine eigene Dramaturgie entspinnt. Diese verläuft entlang ausgewählter Textstellen aus Dickens‘ Roman. Der Erzähler verfällt dabei immer mehr seiner eigenen Geschichte und verwandelt sich am Ende selbst in den Geist seiner eigenen Figur.

»Marley’s Ghost« entstand 2017 für den Bariton Georg Klimbacher und den Pianisten Andreas Fröschl, die die Musik im selben Jahr im Arnold Schönberg Center in Wien zur Uraufführung brachten. Die Fassung für Bariton und Ensemble schrieb ich Anfang 2020. Die Orchestrierung bedeutet dabei zugleich eine Neugestaltung in vielerlei Hinsicht: Eine Ausdifferenzierung in klangfarblichen Schichten führte an vielen Stellen zu einer harmonischen Neuausleuchtung oder zu satztechnischen Wucherungen. Eine besondere Herausforderung stellte die Übersetzung jener Schattierungen in eine orchestrale Sprache dar, die durch eine erweiterte Spieltechnik im Klavier quasi bereits vorskizziert war. Die Realisierung dieser erweiterten Version »Dickens’schen Humbugs« wurde maßgeblich von Morgana Petrik angeregt, der die neue Fassung herzlich gewidmet ist.

INSTRUMENTATION:
flute, clarinet in Bb, soprano saxophone (also baritone saxophone), horn, tenor trombone, percussion (1 player), piano, violin, viola, violoncello, double bass

PERCUSSION INSTRUMENTS:
bass drum, large suspended cympa, timpani, vibraphone, glockenspiel, maracas

DURATION:
12’30 minutes

PERFORMANCE MATERIAL:
info@chrenhart.eu

PREMIERE:
scheduled for March 21, 2021 • Graz, J.-J.-Fux-Konservatorium • Ensemble Zeitfluss • Edo Micic, conductor • Georg klimbacher, baritone

PERFORMANCE:
scheduled for March 22, 2021 • Wien, Ehrbar-Saal • Ensemble Zeitfluss • Edo Micic, conductor • Georg klimbacher, baritone

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Orchestra Work

A Gnomic Inventory

A Gnomic Inventory
for chamber orchestra (2019)

In sechs aneinander gereihten musikalischen Bildern umspinnt mein gnomisches Inventar verschiedene Themenbereiche, die sich als fragiler Faden durch alle Ebenen der Komposition ziehen. Hören wir uns durch die mondumdunkelte Nacht, durch die Girlanden flackernden Kerzenscheins, durchs Geflirr der Pulsare am Nachthimmel und harren wir der dreizehn Gongschläge, die zum martialischen Verderben laden, um am Ende alle triumpfgebeulten Versprechungen auszuschlagen—so als ob beim Holst-Zitat die Miene des Bleistifts bricht, ohne dass es noch zu Ende geschrieben vom Papier schimmert.

Das Werk entstand im Sommer 2019 mit freundlicher Unterstützung durch die SKE.

INSTRUMENTATION:
1fl-1ob-1cl-1bcl-1bsn–1hn–2perc-cel–5-4-3-2-1

PERCUSSION INSTRUMENTS:
timpani, large tam tam, claves, guïro, wood blocks, tubular bells, glockenspiel, large gong tuned A, xylophone, vibraphone

DURATION:
13 minutes

PERFORMANCE MATERIAL:
info@chrenhart.eu

PREMIERE: 
December 16, 2019 • Vienna, Musikverein • Wiener Concert-Verein • Claus Peter Flor, conductor

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Orchestra Work

A Manifesto Mill

A Manifesto Mill
for symphonic orchestra (2019)

A Manifesto Mill is the orchestrated and extended version of my work Catalogue des Arts et Métiers which was awarded the title recommended work at the 66th International Rostrum of Composers in 2019. The version for orchestra was written in summer 2019 within the framework of [‘tactus] Young Composers Forum and recorded by the Brussels Philharmonic at the Flagey studios in Brussels in November 2019.

About the work: One of Paris’s most exciting places is sited in the Rue Réaumur 60. The Musée des Arts et Métiers is not only a harbourage to many technical exhibits and industrial products—it is also the stage in Eco’s grand novel Il pendolo di Foucault. A venue full of stories and a panopticon of ideas that once became manifest.

My work revisits the yellowed tales that might be borne in all those objects, cars, tins, rack-wheels, periscopes and displays them in a ‘sonic catalogue’. In three parts that are each named after a raw material, we hear about the colourful world of metals—bunte Welt der Metalle, about the sound of silk—Klang nach Seide and about the imperial grace of marble. Meanwhile, hammering rhythms are advancing—naturalistically contouring monotonic manufacturing processes. Yet, they seem to keep an ironising distance to the delicate and occasionally Mannerist passages at the same moment. Both idylls are delusions and turn out to be idealised illustrations. One could easily get bedazzled by the goldsmithery cast in the sounds of the celesta and sucked into the swirls of the marching tuttis. On that note everything is bound to end in smoke. An ignis fatuus evaporating.

INSTRUMENTATION:
picc-2fl-2ob-ehn-cl(Bb)-cl(Eb)-bcl-2bsn-cbsn–4-3-3-1–timp-3perc-hrp-pno(cel)–14-12-10-8-6

PERCUSSION INSTRUMENTS:
anvil, bass drum, bell plates, glockenspiel, gongs, large, suspended cymbal, large tam-tam, snare drum, tubular bells, vibraphone, wood blocks, xylophone

DURATION:
11 minutes

PERFORMANCE MATERIAL:
info@chrenhart.eu

PREMIERE:
November 25, 2019 (recorded) • Brussels, Flagey • Brussels Philharmonic • Brad Lubman, conductor •

RECORDING:
mailto:info@chrenhart.eu

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Ensemble Work

L’inventaire des couleurs gnomiques

L’inventaire des couleurs gnomiques
for ensemble (2019)

Die sechs Sätze „Mondklee“, „Der Kerzenleuchter“, „Der Horizont“, „Die Finsternis“, „Der Pulsar“ und „Der Aufruhr“ formen mein „Inventar der gnomischen Farben“. Die einzelnen Stücke stellen sich dabei als kurze Weissagungen dar, die jeweils eine Grundstimmung oder ein verborgenes Sujet umkreisen und sind mit jeweils einem Farbton assoziiert. Der „Horizont“ ist mit dem satten Majorelleblau verbunden, die „Finsternis“ mit dem Eigengrau verknüpft, also jener Farbe, die man in völliger Dunkelheit wahrnimmt und die interessanterweise nicht schwarz ist. In meiner Musik jedoch hat selbst das Grau eine Farbe. Was es wiederum mit dem Marsgrün aus dem letzten Satz auf sich hat, einer Farbe, die sich ansonsten noch zumindest in der offiziellen Farbpalette von CorelDraw nachweisen lässt, wird Ihnen gewiss nicht entgehen. Befragen wir dieses Orakelbuch also.

INSTRUMENTATION:
1-1-1(bcl)-asx(bsx)–1-0-0-0–1perc-pno–1-0-1-1-0

PERCUSSION INSTRUMENTS:
bass drum, cymbal, tam tam, claves, guïro, wood blocks, glockenspiel, vibraphone

DURATION:
13 minutes

PERFORMANCE MATERIAL:
info@chrenhart.eu

PREMIERE:
September 30, 2019 • Graz, MUMUTH • Ensemble Zeitfluss • Edo Micic, conductor

RECORDING:
info@chrenhart.eu

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Solo Instrument Work

XXI Orakel der Nacht 1

XXI Orakel der Nacht – Erstes Heft | Christoph Renhart (piano)

XXI Orakel der Nacht – Erstes Heft
for piano (2018)

EN

The six pieces combined to a cycle «Lunar Clover», «The Chandelier», «The Horizon», «The Darkness», «The Pulsar» and «Uproar In The Belfry» form the first self-contained section of a book of oracles for the piano in 21 parts. The single pieces outline six fundamental pictures cast in sound: moonlight, soil, wind, water, stars and bells. In every piece, these archetypes are raising to the surface in varying degree. On the one hand the titles of the movements anticipate their musical contents as allusions to the fundamental images, on the other hand the movements are traced by an obscure mysteriousness: the music is replete with changes striving towards balance. Its silhouettes pupate in phantasmagorias—finding space for the auditor to listen to its murky secrets. The oracle is to be consulted.

The first book of oracles was written in the summer of 2018 and is cordially dedicated to Richard Dünser.

DE

Die sechs zu einem durchkomponierten Zyklus zusammengefassenten Stücke »Mondklee«, »Der Kerzenleuchter«, »Der Horizont«, »Die Finsternis«, »Der Pulsar« und »Aufruhr im Belfried« sind der erste, in sich abgeschlossene Abschnitt eines 21-teiligen Orakelbuchs für Klavier. Die einzelnen Stücke umreißen, in aphoristische Konturen gefasst, sechs zu Klang gegossene Grundbilder: Mondlicht, Erde, Wind, Wasser, Sterne und Glocken. In jedem Stück dringen diese Archetypen verschieden stark an die Oberfläche. Die Titel der Sätze nehmen einerseits als Allusionen zu den Grundbildern ihre musikalischen Inhalte voraus, andererseits zeichnet die Sätze stets eine obskure Rätselhaftgkeit: Diese Musik ist voller Wandlungen im Streben nach Balance. Ihre Silhouetten verpuppen sich in Trugbildern, die Raum auftun, hineinzuhören. Das Orakel will befragt sein.

Das erste Heft meines Orakelbuchs entstand im Sommer 2018 und ist Richard Dünser herzlich gewidmet.

INSTRUMENTATION:
piano

DURATION: 13 minutes

PUBLISHED BY:
Universal Edition

PREMIERE:
July 3, 2019 • Vienna, Alte Schmiede • Christoph Renhart, piano

PERFORMANCES:

  • August 26, 2020 • Radio Ö1, Zeit-Ton • Christoph Renhart, piano
  • October 18, 2020 • Graz, Palais Meran • Christoph Renhart, piano
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Ensemble Work

Catalogue des Arts et Métiers

Catalogue des Arts et Métiers | Ensemble Zeitfluss | Edo Micic (conductor)

Catalogue des Arts et Métiers
for ensemble (2018)

Catalogue des Arts et Métiers was composed in 2018. It was premiered at the ORF musikprotokoll 2018 by the Ensemble Zeitfluss conducted by Edo Micic. The recording of the premiere was successfully presented at the 66th International Rostrum of Composers in San Carlos di Bariloche, Argentine. The work was awarded the title recommended work at this competition organised by the International Music Council.

One of Paris’s most exciting places is sited in the Rue Réaumur 60. The Musée des Arts et Métiers is not only a harbourage to many technical exhibits and industrial products – it is also the stage in Eco’s grand novel Il pendolo di Foucault. A venue full of stories and a panopticon of ideas that once became manifest.

My work revisits the yellowed tales that might be borne in all those objects, cars, tins, rackwheels, periscopes and displays them in a ‘sonic catalogue’. In three parts that are each named after a raw material, we hear about the colourful world of metals – bunte Welt der Metalle, about the sound of silk – Klang nach Seide and about the imperial grace of marble. Meanwhile, hammering rhythms are advancing – naturalistically contouring monotonic manufacturing processes. Yet, they seem to keep an ironising distance to the delicate and occasionally Mannerist passages at the same moment. Both idylls are delusions and turn out to be idealised illustrations. One could easily get bedazzled by the goldsmithery cast in the sounds of the celesta and sucked into the swirls of the marching tuttis. On that note everything is bound to end in smoke. An ignis fatuus evaporating.

INSTRUMENTATION:
1-0-1(bcl)-ssx-0–1-0-0-0–1perc-pno(cel)–1-1-2-1-1

PERCUSSION INSTRUMENTS:
vibraphone, marimbaphone, glockenspiel, tubular bells, wood blocks, tam-tam, bass drum

DURATION:
10 minutes

PUBLISHED BY:
Universal Edition

PERFORMANCE MATERIAL:
info@chrenhart.eu

PREMIERE: 
October 6, 2018 • Graz, Helmut List Halle • Ensemble Zeitfluss • Edo Micic, conductor •

PERFORMANCES:

  • October 9, 2018 • Radio Ö1, Zeit-Ton • Ensemble Zeitfluss • Edo Micic, conductor
  • May 14, 2019 • Bariloche, Argentina, 66th International Rostrum of Composers • Ensemble Zeitfluss • Edo Micic, conductor
  • May 20, 2019 • Radio Ö1, Des-Cis • Ensemble Zeitfluss • Edo Micic, conductor
  • June 3, 2019 • Rádio e Televisão de Portugal, Geografia dos sons • Ensemble Zeitfluss • Edo Micic, conductor
  • June 11, 2019 • Radio YLE, Ajassa soi • Ensemble Zeitfluss • Edo Micic, conductor
  • June 23, 2019 • Radio Ö1, Zeit-Ton • Ensemble Zeitfluss • Edo Micic, conductor
  • June 27, 2019 • Radio Beograd 3, Muzika viva • Ensemble Zeitfluss • Edo Micic, conductor
  • August 7, 2019 • Treci program hrvatskoga radija, Izlog sadašnjice • Ensemble Zeitfluss • Edo Micic, conductor
  • September 18, 2019 • rbb kultur, Musik der Gegenwart • Ensemble Zeitfluss • Edo Micic, conductor
  • September 23, 2019 • sverige radio P2, Nya klanger från Rostrum 2019 – del 1 • Ensemble Zeitfluss • Edo Micic, conductor
  • October 16, 2019 • Latvijas Radio 3 – Klasika, ‘Rostrum 2019’ II • Ensemble Zeitfluss • Edo Micic, conductor
  • October 16, 2019 • Polskie Radio Dwójka, Filharmonii Dwójki • Ensemble Zeitfluss • Edo Micic, conductor
  • February 20, 2020 • Radio RTE lyric, The Blue of the Night with Bernard Clarke • Ensemble Zeitfluss • Edo Micic, conductor
  • March 16, 2020 • Radio Ö1, Zeit-Ton • Ensemble Zeitfluss • Edo Micic, conductor
  • September 09, 2020 • Radio RTV SLO, Rostrum 2019 – ostro uho – 1 • Ensemble Zeitfluss • Edo Micic, conductor

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Chamber Music Work

Lizard Point

Lizard Point
for tenor recorder, accordion, percussion and violoncello (2018)

Nomen est omen. To sum up the mystery: «Der Name ist Programm».
«Lizard Point» was written in 2018 for the EXPAN quartet to be performed at the EXPAN festival 2018 in Spittal an der Drau / Carinthia. On the one hand the piece was inspired by the structure of computer languages. Its musical form is infused with if … then conditions and do … while loops. Thus the piece will differ in its shape from performance to performance. On the other hand I included a short section where the musicians are asked to improvise—for the very first time in my compositions. Perhaps I was looking for a way to combine mechanical patterns with liberalness and linked both instances with abstruse humour. At any rate, the piece is all about celebrating the principles of chamber music: playing together and reacting to whatever is happening on the stage.
Besides, Lizard Point is the most southerly point on mainland Great Britain.

INSTRUMENTATION:
tenor recorder, accordion, percussion (1 player), violoncello

PERCUSSION INSTRUMENTS:
vibraphone, glockenspiel, wood blocks, tam tam

DURATION:
7 minutes

PERFORMANCE MATERIAL:
info@chrenhart.eu

PREMIERE:
November 24, 2018 • Spittal an der Drau, Schloss Porcia • EXPAN Quartet • Helga Jantscher, recorder • Christoph Hofer, accordion • Robert Rasch, violoncello • Igor Gross, percussion •

PERFORMANCES:

  • February 4, 2019 • Radio Ö1, Zeit-Ton • EXPAN Quartet • Helga Jantscher, recorder • Christoph Hofer, accordion • Robert Rasch, violoncello • Igor Gross, percussion
  • March 27, 2019 • Villach, Musikschule • EXPAN Quartet • Helga Jantscher, recorder • Christoph Hofer, accordion • Robert Rasch, violoncello • Igor Gross, percussion •

RECORDING:
ORF • info@chrenhart.eu

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Ensemble Vocal Work

A Lunar Gauze

A Lunar Gauze
for mixed choir (2018)

„A Lunar Gauze“, was etwa „ein Mondflor“ bedeuten mag, ist ein Zyklus aus fünf Liedern für Chor a capella, der Anfang 2018 entstand. Die Grundlage der Komposition ist Tagores Werk „The Crescent Moon“. Ich habe daraus fünf scheinbar naive Fragen entnommen, die nach tiefsinnigeren Antworten suchen. Woher kommt der Schlaf, der einem über die Augen schwirrt? Kann denn niemand den Mond fangen, der sich abends im Geäst eines Kadamba-Baums verfängt?

Meine Musik versucht, die Poesie zu inhalieren, die jenen Fragen innewohnt, die ein nachdenkliches Kind sich stellen könnte. Solange wir über die großen Einfachheiten staunen können, sind wir imstande, das Selbstverständliche als ästhetisch zu empfinden. Ich wollte der simplen Beobachtung, dass uns der Mond und seine Strukturen, die wir von der Erde aus sehen können, faszinieren, Klänge verleihen, Klänge, die das scheinbar Greifbare in unfassbare Fernen rücken.

INSTRUMENTATION:
SS-AA-TT-BB

DURATION:
7 minutes

PERFORMANCE MATERIAL:
info@chrenhart.eu

PREMIERE:
This piece has not been premiered.

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Chamber Music Work

l’oued de la Naïade

l’oued de la Naïade
for violin, violoncello and piano (2018)

»l’oued de la Naïade« bedeutet in etwa ›Trockental der Quellnymphe‹. Wadis sind Flussläufe, die nur zeitweise Wasser führen. Das Wort stammt aus dem Arabischen und ist insbesondere in den Wüstengebieten Nordafrikas gebräuchlich. Meine Musik verknüpft die Bezeichnung mit dem Bild aus der griechischen Mythologie, wonach Nymphen sterben, wenn die Quelle über die sie wachen versiegt. Das Stück spürt dabei jener Fragilität nach, die den Grat zwischen Sein und Nichtsein absteckt. Dieses Wechselspiel aus Fließen und Vertrocknen ist, wenn man so will, das ›Thema‹ meiner Komposition. Das Trio »l’oued de la Naïade« entspringt meiner Najaden-Werkreihe und unmittelbar dem zweiten Satz aus »tarir une Naïade«, jenem Werk für Violine und Klavier, welches 2012-13 entstand.

INSTRUMENTATION:
violin, violoncello, piano

DURATION:
5 minutes

PERFORMANCE MATERIAL:
info@chrenhart.eu

PREMIERE:
This piece has not been premiered.

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Ensemble Work

A Carol Manifesto

A Carol Manifesto
for ensemble (2017/2018)

INSTRUMENTATION:
1-1-2(Ebcl;bcl)-1–1-1-1-0–3perc-hrp-pno(cel)–speaker–str-(min-1-1-1-1-1)

PERCUSSION INSTRUMENTS:
timpani, bass drum, bell plates, gongs, vibraphone, large suspenden cymbal, xylophone, anvil, glockenspiel, large tam tam, crotales, snare drum, tubular bells, wood blocks

DURATION:
11 minutes

PERFORMANCE MATERIAL:
info@chrenhart.eu

PREMIERE:
This piece has not been premiered. • not available • not available