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XXI Orakel der Nacht in Graz

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XXI Orakel der Nacht in Graz

Looking ahead optimistically, there is a somewhat good chance of performing the first book of my work “XXI Oracles Of The Night” for piano solo on October 18th in Graz. This concert—originally scheduled for April—will feature works of Styrian composers played by themselves. Meanwhile the second book of this 21-part-cycle is in the making and will feature again lots of new and unexpected sounds for the piano (and some instruments extending it) and unconventional techniques for the player. Stay tuned (-;

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Ensemble published by UE Vocal Work

Marley’s Ghost

Marley’s Ghost
for baritone and ensemble (2020)

EN

«Marley was dead: to begin with.» Thus Charles Dickens begins one of his most famous narratives, the name of which literally means ‹a Christmas song›. Dead, or let‘s better call it well-worn, copybook and totally hackneyed by being cinematized a little bit too often, is basically everything today, which comes close to brushing against this advent faerie tale that has been pancaked so very often in order to fit into any TV show where Bill Murray might appear. Why, this being the case, starting here?

Christmas comes back every year, come hell or high water. As dead as old Marley may appear—that is to say «dead as a door-nail»—as vitally he is still haunting ubiquitously as a ghost. The world has been most ardous ever since and of all things it‘s Christmas when we expect even the grumpiest fellows to come in with apparent brouhaha of felicity. In the middle of the mess the big guns are hauled out: bell-roars, glistening candlelight-beflickered straw stars and an e‘en celestial haze of pathos and liquorice. All humbug!

In my music one can hear all the ingredients of the humbug merged in such a way that a dramaturgical course arises out of it. This pathway runs along selected passages from Dickens‘s novel. The narrator eventually turns into the ghost of his own figure.

«Marley‘s Ghost» was composed in 2017 for the baritone Georg Klimbacher and the pianist Andreas Fröschl, who premiered the piece in the same year at Vienna‘s Arnold Schoenberg Center. I wrote the version for baritone and ensemble in the spring of 2020. The orchestration means a recreation in many regards: A differentiation in layers of tonal colours led to new harmonic illuminations or to compositional proliferations. A major challenge was the translation of those shades into an orchestral language which had already been delineated by the use of inside-the-piano techniques. The realisation of the extended version of «Dickens‘s humbug» was essentially inspired by Morgana Petrik, whom this version is cordially dedicated.

DE

»Marley was dead: to begin with.« So beginnt Charles Dickens eine seiner bekanntesten Erzählungen, die wörtlich betrachtet eigentlich ›ein Weihnachtslied‹ bedeutet. Tot, oder sagen wir besser: abgedroschen, abgeschrieben und vom vielen Verfilmen völlig ausgeleiert, ist heute im Grunde alles, was auch immer dieses bis hin zu einer fernsehvertauglichten Bill Murray-Auskitschung plattgewalzerte Adventmärchen auch nur anzustreifen drohte. Warum also hier beginnen?

Weihnachten kommt alle Jahre wieder, komme was wolle. So tot der alte Marley auch scheint — nämlich »dead as a door-nail« — so lebendig spukt er immer noch als allgegenwärtiger Geist herum. Die Welt war immer schon die Mühsamste und ausgerechnet zu Weihnachten erwartet man selbst von den grantelndsten Menschen einen Mindesthang zu überschwänglichem Glücksgetue. Dazu werden schwere Geschütze aufgefahren: Glockengebrüll, funkelndes, kerzenlichtumflattertes Strohgestirn und ein gar himmlischer Nebel aus Pathos und Lakritze. Alles Humbug! In meiner Musik hört man all die Zutaten des Humbugs so miteinander vermengt, dass sich daraus eine eigene Dramaturgie entspinnt. Diese verläuft entlang ausgewählter Textstellen aus Dickens‘ Roman. Der Erzähler verfällt dabei immer mehr seiner eigenen Geschichte und verwandelt sich am Ende selbst in den Geist seiner eigenen Figur.

»Marley’s Ghost« entstand 2017 für den Bariton Georg Klimbacher und den Pianisten Andreas Fröschl, die die Musik im selben Jahr im Arnold Schönberg Center in Wien zur Uraufführung brachten. Die Fassung für Bariton und Ensemble schrieb ich Anfang 2020. Die Orchestrierung bedeutet dabei zugleich eine Neugestaltung in vielerlei Hinsicht: Eine Ausdifferenzierung in klangfarblichen Schichten führte an vielen Stellen zu einer harmonischen Neuausleuchtung oder zu satztechnischen Wucherungen. Eine besondere Herausforderung stellte die Übersetzung jener Schattierungen in eine orchestrale Sprache dar, die durch eine erweiterte Spieltechnik im Klavier quasi bereits vorskizziert war. Die Realisierung dieser erweiterten Version »Dickens’schen Humbugs« wurde maßgeblich von Morgana Petrik angeregt, der die neue Fassung herzlich gewidmet ist.

INSTRUMENTATION:
flute, clarinet in Bb, soprano saxophone (also baritone saxophone), horn, tenor trombone, percussion (1 player), piano, violin, viola, violoncello, double bass

PERCUSSION INSTRUMENTS:
vibraphone, glockenspiel, tubular bells, bass drum, timpani, large suspended cymbal, maracas

DURATION:
12’30 minutes

PUBLISHED BY:
Universal Edition

RECORDING:
March 22, 2021 • Wien, Ehrbar-Saal • Ensemble Zeitfluss • Edo Micic, conductor • Georg Klimbacher, baritone

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Miscellaneous News

Uraufführung mit dem Ensemble Zeitfluss

Uraufführung mit dem Ensemble Zeitfluss

Am 30. September brachte das Grazer Ensemble Zeitfluss mein Werk «L’inventaire des couleurs gnomiques» zur Uraufführung. Die Komposition entstand im Sommer 2019, die einzelnen Sätze stellen sich dabei jeweils als kurze Weissagungen dar, jeder einzelne Teil umkreist eine Grundstimmung oder ein verborgenes Sujet und ist mit einem Farbton assoziiert.

Neben der Uraufführung standen Werke von Peter Ablinger und den beiden Grazer Komponisten Peter Lackner und Joachim Jung in memoriam am Programm des Konzerts.

Ensemble Zeitfluss

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Musikförderungspreis der Stadt Graz

Musikförderungspreis der Stadt Graz

Der Musikförderungspreis für Komposition wird jährlich an zwei Künstlerinnen und Künstler auf Vorschlag der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz vergeben. 2018 ergeht der Preis an Hristina Takovska und Christoph Renhart. Der 1974 erstmals vergebene Preis ist mit 2200 Euro dotiert. Die Jurymitglieder 2018 waren Gerd Kühr und Beat Furrer.

Der Preis wurde am 28. November 2018 im Rahmen der Verleihung der Förderungspreise der Stadt Graz im Künstlerhaus durch Stadtrat Dr. Günter Riegler übergeben. Zur Präsentation der Preisträgerinnen und Preisträger entstanden kurze Videos über die Künstlerinnen und Künstler, welche der Grazer Filmemacher Markus Mörth gestaltete.

Bericht auf der Website der Stadt Graz

Jurybegründung

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Ensemble Work

L’inventaire des couleurs gnomiques

L’inventaire des couleurs gnomiques
for ensemble (2019)

Die sechs Sätze „Mondklee“, „Der Kerzenleuchter“, „Der Horizont“, „Die Finsternis“, „Der Pulsar“ und „Der Aufruhr“ formen mein „Inventar der gnomischen Farben“. Die einzelnen Stücke stellen sich dabei als kurze Weissagungen dar, die jeweils eine Grundstimmung oder ein verborgenes Sujet umkreisen und sind mit jeweils einem Farbton assoziiert. Der „Horizont“ ist mit dem satten Majorelleblau verbunden, die „Finsternis“ mit dem Eigengrau verknüpft, also jener Farbe, die man in völliger Dunkelheit wahrnimmt und die interessanterweise nicht schwarz ist. In meiner Musik jedoch hat selbst das Grau eine Farbe. Was es wiederum mit dem Marsgrün aus dem letzten Satz auf sich hat, einer Farbe, die sich ansonsten noch zumindest in der offiziellen Farbpalette von CorelDraw nachweisen lässt, wird Ihnen gewiss nicht entgehen. Befragen wir dieses Orakelbuch also.

INSTRUMENTATION:
1-1-1(bcl)-asx(bsx)–1-0-0-0–1perc-pno–1-0-1-1-0

PERCUSSION INSTRUMENTS:
bass drum, cymbal, tam tam, claves, guïro, wood blocks, glockenspiel, vibraphone

DURATION:
13 minutes

PERFORMANCE MATERIAL:
info@chrenhart.eu

PREMIERE:
September 30, 2019 • Graz, MUMUTH • Ensemble Zeitfluss • Edo Micic, conductor

RECORDING:
info@chrenhart.eu

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published by UE Solo Instrument Work

XXI Orakel der Nacht 1

XXI Orakel der Nacht – Erstes Heft | Christoph Renhart (piano)

XXI Orakel der Nacht – Erstes Heft
for piano (2018)

EN

The six pieces combined to a cycle «Lunar Clover», «The Chandelier», «The Horizon», «The Darkness», «The Pulsar» and «Uproar In The Belfry» form the first self-contained section of a book of oracles for the piano in 21 parts. The single pieces outline six fundamental pictures cast in sound: moonlight, soil, wind, water, stars and bells. In every piece, these archetypes are raising to the surface in varying degree. On the one hand the titles of the movements anticipate their musical contents as allusions to the fundamental images, on the other hand the movements are traced by an obscure mysteriousness: the music is replete with changes striving towards balance. Its silhouettes pupate in phantasmagorias—finding space for the auditor to listen to its murky secrets. The oracle is to be consulted.

The first book of oracles was written in the summer of 2018 and is cordially dedicated to Richard Dünser.

DE

Die sechs zu einem durchkomponierten Zyklus zusammengefassenten Stücke »Mondklee«, »Der Kerzenleuchter«, »Der Horizont«, »Die Finsternis«, »Der Pulsar« und »Aufruhr im Belfried« sind der erste, in sich abgeschlossene Abschnitt eines 21-teiligen Orakelbuchs für Klavier. Die einzelnen Stücke umreißen, in aphoristische Konturen gefasst, sechs zu Klang gegossene Grundbilder: Mondlicht, Erde, Wind, Wasser, Sterne und Glocken. In jedem Stück dringen diese Archetypen verschieden stark an die Oberfläche. Die Titel der Sätze nehmen einerseits als Allusionen zu den Grundbildern ihre musikalischen Inhalte voraus, andererseits zeichnet die Sätze stets eine obskure Rätselhaftgkeit: Diese Musik ist voller Wandlungen im Streben nach Balance. Ihre Silhouetten verpuppen sich in Trugbildern, die Raum auftun, hineinzuhören. Das Orakel will befragt sein.

Das erste Heft meines Orakelbuchs entstand im Sommer 2018 und ist Richard Dünser herzlich gewidmet.

INSTRUMENTATION:
piano

DURATION: 13 minutes

PUBLISHED BY:
Universal Edition

PREMIERE:
July 3, 2019 • Vienna, Alte Schmiede • Christoph Renhart, piano

PERFORMANCES:

  • August 26, 2020 • Radio Ö1, Zeit-Ton • Christoph Renhart, piano
  • October 18, 2020 • Graz, Palais Meran • Christoph Renhart, piano
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Ensemble published by UE Work

Catalogue des Arts et Métiers

Catalogue des Arts et Métiers | Ensemble Zeitfluss | Edo Micic (conductor)

Catalogue des Arts et Métiers
for ensemble (2018)

Catalogue des Arts et Métiers was composed in 2018. It was premiered at the ORF musikprotokoll 2018 by the Ensemble Zeitfluss conducted by Edo Micic. The recording of the premiere was successfully presented at the 66th International Rostrum of Composers in San Carlos di Bariloche, Argentine. The work was awarded the title recommended work at this competition organised by the International Music Council.

One of Paris’s most exciting places is sited in the Rue Réaumur 60. The Musée des Arts et Métiers is not only a harbourage to many technical exhibits and industrial products – it is also the stage in Eco’s grand novel Il pendolo di Foucault. A venue full of stories and a panopticon of ideas that once became manifest.

My work revisits the yellowed tales that might be borne in all those objects, cars, tins, rackwheels, periscopes and displays them in a ‘sonic catalogue’. In three parts that are each named after a raw material, we hear about the colourful world of metals – bunte Welt der Metalle, about the sound of silk – Klang nach Seide and about the imperial grace of marble. Meanwhile, hammering rhythms are advancing – naturalistically contouring monotonic manufacturing processes. Yet, they seem to keep an ironising distance to the delicate and occasionally Mannerist passages at the same moment. Both idylls are delusions and turn out to be idealised illustrations. One could easily get bedazzled by the goldsmithery cast in the sounds of the celesta and sucked into the swirls of the marching tuttis. On that note everything is bound to end in smoke. An ignis fatuus evaporating.

INSTRUMENTATION:
1-0-1(bcl)-ssx-0–1-0-0-0–1perc-pno(cel)–1-1-2-1-1

PERCUSSION INSTRUMENTS:
vibraphone, marimbaphone, glockenspiel, tubular bells, wood blocks, tam-tam, bass drum

DURATION:
10 minutes

PUBLISHED BY:
Universal Edition

PERFORMANCE MATERIAL:
info@chrenhart.eu

PREMIERE: 
October 6, 2018 • Graz, Helmut List Halle • Ensemble Zeitfluss • Edo Micic, conductor •

PERFORMANCES:

  • October 9, 2018 • Radio Ö1, Zeit-Ton • Ensemble Zeitfluss • Edo Micic, conductor
  • May 14, 2019 • Bariloche, Argentina, 66th International Rostrum of Composers • Ensemble Zeitfluss • Edo Micic, conductor
  • May 20, 2019 • Radio Ö1, Des-Cis • Ensemble Zeitfluss • Edo Micic, conductor
  • June 3, 2019 • Rádio e Televisão de Portugal, Geografia dos sons • Ensemble Zeitfluss • Edo Micic, conductor
  • June 11, 2019 • Radio YLE, Ajassa soi • Ensemble Zeitfluss • Edo Micic, conductor
  • June 23, 2019 • Radio Ö1, Zeit-Ton • Ensemble Zeitfluss • Edo Micic, conductor
  • June 27, 2019 • Radio Beograd 3, Muzika viva • Ensemble Zeitfluss • Edo Micic, conductor
  • August 7, 2019 • Treci program hrvatskoga radija, Izlog sadašnjice • Ensemble Zeitfluss • Edo Micic, conductor
  • September 18, 2019 • rbb kultur, Musik der Gegenwart • Ensemble Zeitfluss • Edo Micic, conductor
  • September 23, 2019 • sverige radio P2, Nya klanger från Rostrum 2019 – del 1 • Ensemble Zeitfluss • Edo Micic, conductor
  • October 16, 2019 • Latvijas Radio 3 – Klasika, ‘Rostrum 2019’ II • Ensemble Zeitfluss • Edo Micic, conductor
  • October 16, 2019 • Polskie Radio Dwójka, Filharmonii Dwójki • Ensemble Zeitfluss • Edo Micic, conductor
  • February 20, 2020 • Radio RTE lyric, The Blue of the Night with Bernard Clarke • Ensemble Zeitfluss • Edo Micic, conductor
  • March 16, 2020 • Radio Ö1, Zeit-Ton • Ensemble Zeitfluss • Edo Micic, conductor
  • September 09, 2020 • Radio RTV SLO, Rostrum 2019 – ostro uho – 1 • Ensemble Zeitfluss • Edo Micic, conductor

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Ensemble published by UE Work

Échos éloquents

Échos éloquents | Ensemble Musiques Nouvelles | Jean-Paul Dessy (conductor)

Échos éloquents
for seven players (2016)
version pour Mons for nine players (2019)

English

Let us try to figure out the shape of an echo: What is said by an echo is what it does not articulate. The information about the echo itself is to be derived from what is swallowed by it or from the way how the reverberation is distorting the original message. An echo itself might be contoured as the phantasmorgia of a reality of which we might only guess its silhouettes by noticing a deviation to a formerly known content.

Échos éloquents tries to portrait this phenomenon in a sonic way. Sounds are being triggered by preceding sounds and sometimes mirrored in a very blurred and hardly recognisable way. Listening to music is similar to a memory game: We strive towards understanding a context by re-cognizing a theme, a chord, a gesture or whatever else. If someone alters the memory cards while we are playing, it starts to get exciting as we might wish to find out, who caused the mess.

The work itself is a kind of an echo to my work miroirs noirs which pictures another way of describing the same phenomenon by a different orchestration. Both work spoon their musical materials—like two sister-volcanos—from one magma chamber.

German

Was aus dem Echo spricht ist, was es nicht sagt, was es verschluckt, was es zerdehnt, was verhallt. Das Zerrbild einer Wirklichkeit, das verräterisch die Umrisse jener Oreade erahnen lässt, die, längst Stein geworden, alles Gesagte verschlingt um es wieder neu auszusprechen. So vielsagend ihre Laute sind, und zugleich so nichtssa-gend, so sehr hören wir in diesen Klang hinein, um darin irgendetwas zu finden.

Échos éloquents spinnt sich als Dialog zwischen Gesagtem und Zurückgesagtem durch die stumme Kulisse der Zeit fort. Der Sprechende findet im Wider-hall die Resonanz des Findenden, steigert sich in seine aufschaukelnden Worte hinein, um sie am Ende zu verlieren, um sprachlos zurück zu bleiben.

Das Werk selbst ist ein Echo auf mein neues Werk miroirs noirs, welches das dazu parallele Phänomen nicht spiegelnder Spiegel thematisiert. Beide Werke schöpfen ihr Material, wie zwei verschwisterte Vulkane, aus einer Magmakammer.

INSTRUMENTATION:
Flute, clarinet in Bb (also bass clarinet), percussion (1 player), piano, violin, viola, violoncello
Version pour Mons: + trombone and guitar

PERCUSSION INSTRUMENTS:
bass drum, tam tam, xylophone, glockenspiel, vibraphone, gong tuned C, tubular bells

DURATION:
11 minutes

PUBLISHED BY:
Universal Edition

PREMIERE:
November 21, 2016 • Graz, Minoritensaal • Schallfeld Ensemble • Leonhard Garms, conductor

PERFORMANCE:
November 30, 2019 • Mons, Arsonic • Ensemble Musiques Nouvelles • Jean-Paul Dessy, conductor

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Ensemble Vocal Work

Erythraean Fields

Erythraean Fields
for mezzo-soprano and ensemble (2014)

The five songs for mezzo-soprano and ensemble were composed in 2014. Fragments taken from Jakob Reichsöllner’s poem Fieberträume — «deliriums» — form the textual basis of the songs. Erythraean Fields is an orchestrated version of my work Farben des Mohns for mezzo-soprano and piano, composed previously in 2014.

It was freely transformed for a broader orchestration, including the traditional Chinese instruments Sheng, Pipa and Erhu. I attempted not to make the ensemble sound particularly Chinese, but to aim at finding new shades of orchestral colours within my very own music.

The work was commissioned by Mrs. Ailin Huang and the association “Internationale Musikbrücke”.

INSTRUMENTATION:
mezzo-soprano, flute, sheng, bass clarinet, bassoon, percussion (1 player), piano, pipa, erhu, viola, violoncello

PERCUSSION INSTRUMENTS:
large tam-tam, bass drum, wood blocks (three pitches), crotales, tubular bells, vibraphone

DURATION:
14 minutes

PERFORMANCE MATERIAL:
info@chrenhart.eu

PREMIERE:
April 20, 2015 • Graz, Helmu List Halle • Shanghai Sinfonietta • Zhang Liang, conductor • Annette Schönmüller, mezzo-soprano

RECORDING:
ORF • info@chrenhart.eu

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Solo Instrument Work

Jeux de lumière

Jeux de lumière
for violoncello (2015, revised 2017)

Jeux de lumière – ein Lichtspiel in zwei Akten für Violoncello mit Überblendungsmusik – ist ein 2015 auf Anregung der Österreichischen Gesellschaft für zeitgenössische Musik entstandenes Werk für Violoncello.

Eine diesem Stück zu Grunde liegende Idee war, das gehörte Geschehen synchron in visueller Form auf die Bühne zu bringen und aus dieser Gleichzeitigkeit heraus eine theatralische Spannung zu erzeugen. Die Musik sollte kinematographisch erlebbar werden, wobei sich alle Elemente des Films in der Person des/der CellistIn vereinen. Ein Solostück, bei dem der/die InterpretIn zugleich Regisseur, Cutter, Schauspieler und Filmmusik ist. Abstraktes Kino, dessen Story nichts als musikalische Handlung ist, welche in ihrer Dramaturgie jedoch erzählerisch bleibt.

Das Stück besteht aus zwei großen Teilen, die durch eine Überblendungsmusik miteinander verbunden sind. Einem zart-brüchigen Beginn folgen brachiale Ausbrüche, die die Musik immer mehr in ein sinistres Geflecht aus Schatten und huschenden Gesten kippen lassen. Mit perkussiven Klängen untermalt endet der erste Akt im Ungewissen.

Eine kurze Verwandlungsmusik kühlt das Geschehen ab, die Schatten rücken für kurze Zeit als Hauptdarsteller in den Vordergrund, während sich bereits die Lyrik des zweiten Akts ankündigt. In diesem zweiten Teil kommen erst langsam Elemente und Figuren des vergangenen Geschehens fragmentarisch wieder zurück, die aber — komplett verblendet — nicht mehr das musikalische Zepter übernehmen können.

Der Aufführungsort soll möglichst dunkel sein. Bestenfalls stellen eine kleine Lampe am Notenpult und eine weitere Leuchte, die der/die CellistIn vor sich am Boden platziert, die einzigen beiden Lichtquellen im Raum dar. Die Lampe vor dem/der SpielerIn soll so positioniert sein, dass seine/ihre Bewegungen — insbesondere jene der Bogenhand bzw. des Bogens — als diffuse Schatten an die Wand der Bühne projiziert werden. Es ist dabei ratsam, dass der/die SpielerIn leicht seitlich zum Publikum gewandt sitzt.

INSTRUMENTATION:
violoncello

DURATION:
11 minutes

PERFORMANCE MATERIAL:
info@chrenhart.eu

PREMIERE:
November 12, 2015 • Vienna, Ruprechtskirche • Wolfgang Panhofer, violoncello

PERFORMANCE:
November 29, 2015 • Graz, Palais Meran • Wolfgang Panhofer, violoncello

RECORDING:
info@chrenhart.eu